Hersteller
OM System Ferngläser: Alle Serien im Vergleich
Alle aktuellen Modelle des japanischen Herstellers im unabhängigen Datenvergleich. Vom leichten Taschenglas bis zur ED-Optik der PRO-Serie findest du das passende Fernglas für Reise, Freizeit oder Naturbeobachtung, inklusive technischer Spezifikationen und tagesaktueller Preise.
13 Modelle 54 bis 411 €
Modelle je Optik-Klasse
- 4 Basis
- 7 Einstieg
- 2 Mittel
- 0 Ober
- 0 Referenz
Das Unternehmen
OM System ist die frühere Kamerasparte von Olympus, die inzwischen eigenständig unter diesem Namen auftritt. Das merkt man den Ferngläsern an: kompakt gebaut, sauber verarbeitet und auf denselben Alltag hin gedacht wie eine Reisekamera. Den Schwerpunkt bilden leichte Taschen- und Reisegläser, die es teils in einer ganzen Reihe von Farben gibt, dazu kommen zwei klassische Porro-Reihen für die Beobachtung vom festen Platz. Nur die PRO-Serie zielt mit ED-Glas, Phasenkorrektur und wasserdichtem Gehäuse ausdrücklich auf Vogelbeobachter.
Stand der Angaben: 21. September 2026
Die Serien im Überblick
| Serie | Modelle | Vergrößerung | Objektiv | Gewicht | Preis | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| PRO | 2 | 8–10× | 42 mm | 665–670 g | 348–411 € | Das OM System für Vogelbeobachter: ED-Glas, übersteht sogar kurzes Untertauchen |
| WP II | 2 | 8–10× | 25 mm | 260–270 g | 95–110 € | Wasserdichtes Taschenglas für Reise und Wandern, faltet auf Handflächengröße |
| RC II WP | 2 | 8–10× | 21 mm | 215 g | 58–60 € | Der Winzling für die Jackentasche, dem auch Regen nichts ausmacht |
| RC II | 2 | 8–10× | 21 mm | 190 g | 54–59 € | Das Taschenglas, das man einsteckt und vergisst: klein, federleicht und günstig |
| EXPS I | 3 | 8–12× | 42 / 50 mm | 780–910 g | 144–199 € | Großes Porro mit Tiefenwirkung für Balkon und Stativ, auch mit Brille bequem |
| S | 2 | 8–10× | 40 / 50 mm | 710–790 g | 74–99 € | Großes Porro für kleines Geld: Landschaft, Sportplatz und erster Blick zum Mond |
PRO
Hier zeigt ein Kamerahersteller, dass er auch Optik für draußen kann. ED-Glas und phasenkorrigierte BaK-4-Prismen halten die Farben so sauber, dass sich Gefiederfarben zuverlässig bestimmen lassen, und der Nahfokus ab anderthalb Metern holt auch den Falter am Gartenteich ins Bild. Eine ölabweisende Beschichtung lässt Tropfen abperlen, das stickstoffgefüllte Gehäuse übersteht nach IPx7 sogar kurzes Untertauchen. Wer bei jedem Wetter stundenlang Vögel im dichten Geäst sucht, nimmt die PRO.
WP II
Der Wetterfeste unter den Taschengläsern. Es faltet auf Handflächengröße, trägt aber dieselben BaK-4-Prismen wie die große PRO und zeigt dafür ein überraschend weites Bild. Stickstofffüllung und abgedichtetes Gehäuse heißen in der Praxis, dass der Schauer auf halber Strecke kein Grund ist, es wegzupacken. Wer ein Kompaktglas sucht, das auch nasse Tage mitmacht, ist hier richtig.
RC II WP
Derselbe Winzling wie die RC II, nur abgedichtet. Zusammenklappbar, stickstoffgefüllt und damit gegen Regen und beschlagene Linsen gefeit, bei kaum messbarem Mehrgewicht und kleinem Aufschlag. Der Augenabstand bleibt knapp, mit Brille sieht man das Sehfeld nicht vollständig. Wer sein Taschenglas dauerhaft in der Jacke trägt und nicht darauf aufpassen will, nimmt die WP-Variante.
RC II
Zum Einstecken und Vergessen, bis man es braucht. OM System hat hier alles der Tragbarkeit untergeordnet: zusammenklappbar, federleicht und in einer ganzen Reihe von Farben zu haben, was es eher wie ein Ausrüstungsstück als wie ein Gerät wirken lässt. Wasserdicht ist es nicht, und der knappe Augenabstand macht es für Brillenträger unbequem. Für Konzert, Stadion und Stadtbummel ist es genau richtig.
EXPS I
Ein großes Porro für den festen Platz, das OM System ausdrücklich auch für die Astronomie empfiehlt. Die Porro-Bauweise gibt dem Bild eine räumliche Tiefe, die Dachkantgläser dieser Preisklasse nicht schaffen, und der großzügige Augenabstand macht auch lange Sitzungen mit Brille bequem. Mit knapp einem Kilo gehört es aufs Stativ oder auf die Balkonbrüstung, nicht an den Hals einer Tageswanderung. Wer abends Landschaft, Wildtiere oder den Mond beobachtet, bekommt hier viel Glas fürs Geld.
S
Der ehrliche Einstieg: ein großes Glas zum Preis eines kleinen. Statt der BaK-4-Prismen der höheren Reihen arbeitet die S mit einfacheren BK-7-Prismen, was man am Bildrand und im Kontrast sieht, in der Bildmitte aber kaum. Dafür liefern die großen Objektive ein helles Bild für Landschaft, Sportplatz und den ersten Blick auf den Sternenhimmel. Wer ein erstes Fernglas sucht und es im Trockenen benutzt, bekommt hier mehr Öffnung, als der Preis vermuten lässt.