Hersteller

Bresser Ferngläser: Alle Serien im Vergleich

Alle aktuellen Modelle des Rheder Optikanbieters im unabhängigen Datenvergleich. Vom Taschenglas für den Zoobesuch bis zum 20x80 für den Sternhimmel findest du das passende Fernglas für Wanderung, Jagd, Wasser oder Astronomie, inklusive technischer Spezifikationen und tagesaktueller Preise.

Bresser

49 Modelle 22 bis 1.049 €

Modelle je Optik-Klasse

  • 4 Basis
  • 38 Einstieg
  • 7 Mittel
  • 0 Ober
  • 0 Referenz

Das Unternehmen

Bresser sitzt im westfälischen Rhede und begann 1957 als Importeur japanischer Ferngläser, bevor eigene Reihen dazukamen. Das Sortiment ist entsprechend breit, vom Taschenglas für wenige Euro bis zum bildstabilisierten Fernglas für gut tausend Euro, und Bresser ordnet es nach Einsatz statt nach Preisklasse, mit eigenen Reihen für Wandern, Marine, Dämmerung und Astronomie. Anders als bei den Premiummarken entscheidet man sich hier oft nicht zwischen Linien, sondern zwischen Bauarten: Porro-Klassiker und moderne Dachkantgläser stehen im selben Preisfenster nebeneinander. Zur Bresser-Gruppe gehört auch die amerikanische Jagdoptik-Marke Alpen Optics, die Bresser USA seit 2018 führt.

Stand der Angaben: 19. Oktober 2026

Die Serien im Überblick

Serie Modelle Vergrößerung Objektiv Gewicht Preis Einsatz
Pirsch ED 6 8–15× 34 / 42 / 50 / 56 mm 440–960 g 256–378 € Bressers beste Option für die Jagd: ED-Glas und kontrastreiches Bild
Pirsch 6 8–15× 34 / 42 / 50 / 56 mm 420–884 g 139–308 € Kontrastreiches Glas für Wanderung und Jagd, erschwinglich und auch für Brillenträger
Primax 1 8× 56 mm 1075 g 273 € Lichtriese für den Ansitz in der tiefen Dämmerung, wasserdicht
Condor UR 5 8–10× 25 / 42 / 50 mm 355–930 g 127–177 € Der wasserdichte Allrounder für Wanderung und Wald
Condor 2 8–10× 32 / 42 mm 481–687 g 149–179 € Wasserdichtes Glas für den Tag, handlich und preiswert
Wave 2 8–10× 42 mm 510–550 g 137–149 € Leichtes Wanderglas: wasserdicht und angenehm leicht am Hals
Corvette 4 7–10× 42 / 50 mm 600–970 g 82–193 € Wasserdicht und brillentauglich, für Wanderung und Küste
Travel 1 8× 42 mm 660 g 79 € Das Reiseglas, das nass und sandig werden darf: wasserdicht zum kleinen Preis
Hunter 7 7–20× 21 / 25 / 40 / 50 mm 162–760 g 22–56 € Erstes Fernglas für wenig Geld, für trockene Tage
Spezial-Jagd 1 11× 56 mm 930 g 125 € Lichtstarkes Ansitz-Porro mit ungewöhnlicher Vergrößerung, noch ohne Stativ nutzbar
Muskoka 1 7× 50 mm 750 g 49 € Klassisches Porro mit hellem, ruhigem Bild für Dämmerung und Natur, sehr preiswert
Spirit Kompakt 1 6× 24 mm 185 g 35 € Handtaschenglas mit ruhigem Bild für Theater, Zoo und Stadt
Marine 3 7× 50 mm 810–1185 g 149–250 € Fürs Deck: Porros mit beleuchtetem Kompass und Strichplatte
Astro 8 7–25× 50 / 70 / 80 mm 1120–2700 g 125–902 € Für den Blick zum Sternhimmel und in die Weite
Stabilizer OIS 1 16× 42 mm 655 g 1.049 € Hohe Vergrößerung aus der freien Hand: stabilisiert für Schiff, Berg und Mond

Pirsch ED

Zugeschnitten auf Jäger und Naturbeobachter, die Federn und Fellstruktur genau auseinanderhalten wollen. Das ED-Glas zeigt helle Kanten ohne Farbsaum, das Bild bleibt kontrastreich, und bei einbrechendem Licht holt die Beschichtung auf den Prismen die Minuten heraus, in denen sich das Ansprechen entscheidet. Zum äußersten Bildrand hin lässt die Schärfe etwas nach. Es gibt sechs Größen, vom handlichen 8x34 bis zum 15x56. Wer bei Bresser das farbreinste Bild sucht, nimmt die Pirsch ED, wer auf die letzte Farbreinheit verzichten kann, die einfache Pirsch.

2,8 / 5,0 Mittelklasse

Pirsch

Reise, Wanderung und Jagd in einem Gerät. Das Bild ist kontrastreich und fein aufgelöst, und die Augenmuscheln lassen sich in vier Stufen einrasten, sodass auch Brillenträger das ganze Bild sehen. Ohne ED-Glas zeigen helle Kanten eher Farbsäume. Sechs Größen reichen vom handlichen 8x34 bis zum 15x56 für weite Distanzen. Wer ein erschwingliches Glas ohne ED-Aufpreis will, nimmt die Pirsch, wer ein farbreines Bild will, die Pirsch ED.

1,7 / 5,0 Einstiegsklasse

Primax

Gedacht für den Ansitz, wenn kaum noch Licht da ist. Das 8x56 sammelt so viel Licht, wie ein an die Dunkelheit gewöhntes Auge überhaupt aufnehmen kann, das Bild bleibt hell und kontrastreich, und das Gehäuse ist wasserdicht. Am Tag verschenkt die große Öffnung diesen Vorteil wieder, und mit über einem Kilogramm trägt man das Gewicht den ganzen Weg zum Hochsitz. Wer abends ansitzt und dafür ein eigenes Glas will, nimmt das Primax.

1,7 / 5,0 Einstiegsklasse

Condor UR

Ein wasserdichtes Allroundglas, das vom Taschenformat 8x25 bis zum lichtstarken 10x50 dieselbe Bauweise durchhält. Die UR-Vergütung auf den Prismen bringt laut Bresser mehr Licht ans Auge, das verlängert am Waldrand die letzten Minuten, und Okulare und Fokusrad sind aus Metall, sodass sich auch nach der ersten Saison nichts lose anfühlt. An feinen Strukturen bleibt die Pirsch im Vorteil. Wer ein wasserdichtes Glas für Wanderung und Wald sucht und es je nach Tour klein oder lichtstark haben will, ist hier richtig.

1,4 / 5,0 Einstiegsklasse

Condor

Die einfachere Ausgabe des Condor UR: dieselbe Bauweise, wasserdicht und für Tageslicht gemacht, nur mit etwas weniger Licht am Auge. Das 10x32 ist handlich genug für die Jackentasche. In der Dämmerung und an feinen Strukturen sind das Condor UR und die Pirsch im Vorteil. Wer vor allem bei Tageslicht beobachtet, kommt damit gut zurecht, wer auch am Waldrand in der Dämmerung schauen will, nimmt das Condor UR.

1,1 / 5,0 Einstiegsklasse

Wave

Ein leichtes Wanderglas, das man auch nach der dritten Stunde noch am Hals hat, mit 510 bis 550 Gramm. Das Bild ist hell und klar, und die Augenmuscheln geben es auch mit Brille frei, beim 10x42 wird der Einblick mit Brille allerdings etwas knapp. Feine Strukturen löst die Pirsch besser auf. Wer ein wasserdichtes, leichtes 42er sucht, nimmt die Wave, wer mehr Kontrast will, die Pirsch.

1,4 / 5,0 Einstiegsklasse

Corvette

Eine Reihe, die in zwei Bauformen antritt: 50er Porros fürs Wasser und die Dämmerung, 42er fürs Gepäck. Alle haben Okulare, die auch Brillenträgern den vollen Blick lassen, und ein wasserdichtes Gehäuse, das einen Spritzer über die Reling verzeiht. Die 42er lösen feine Strukturen weniger fein auf als die Pirsch, und die Nahgrenze liegt bei 7 bis 8 Metern. Wer ein lichtstarkes 7x50 fürs Boot sucht, nimmt das Porro, wer ein Glas für den Rucksack will, das 42er.

1,7 / 5,0 Einstiegsklasse

Travel

Ein Glas für den Koffer, bei dem es nicht wehtut, wenn es im Sand liegt: wasserdicht und für wenig Geld. Das Bild ist einfacher als bei den teureren Reihen, und im Gegenlicht sinkt der Kontrast sichtbar. Wer ein günstiges Reiseglas sucht, das nass werden darf, nimmt das Travel, wer mehr Bildqualität will, das Condor UR.

0,3 / 5,0 Basisklasse

Hunter

Die Reihe für das erste eigene Fernglas, vom 8x21 für die Jackentasche bis zum 20x50 für die Fensterbank. Das Bild ist bei Tageslicht farbtreu, und das 20x50 lässt sich aufs Stativ schrauben, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Wasserdicht ist kein Modell, und im Gegenlicht kostet die einfache Beschichtung Kontrast. Wer ein Fernglas für Garten, Sportplatz oder Ferienhaus sucht und es im Trockenen nutzt, bekommt hier viel Glas fürs Geld.

0,8 / 5,0 Basisklasse

Spezial-Jagd

Ein Porro für den Ansitz alter Schule, mit ungewöhnlicher Vergrößerung: Elffach liegt zwischen den üblichen 8x und 15x, holt spürbar mehr heran als ein Achtfaches und braucht noch kein Stativ. Wasserdicht ist es nicht, Regen und der Sprung ins warme Haus sind ein Thema. Wer ein lichtstarkes Ansitzglas für wenig Geld sucht und es trocken hält, findet hier einen Sonderfall.

2,2 / 5,0 Einstiegsklasse

Muskoka

Ein klassisches 7x50, wie es früher in jedem Bootsfach und auf jeder Fensterbank lag. Siebenfach auf 50 Millimeter gibt ein helles, ruhiges Bild, das sich auch freihändig gut halten lässt. Das Glas ist einfach gebaut und nicht wasserdicht. Wer die Dämmerungswirkung eines 7x50 zum kleinstmöglichen Preis sucht, ist hier richtig.

1,1 / 5,0 Einstiegsklasse

Spirit Kompakt

Ein Glas für die Handtasche, mit sechsfacher Vergrößerung bewusst zurückhaltend: Sechsfach steht ruhig in der Hand, wo ein Zehnfaches längst wackelt, und das Bild ist trotz der kleinen Öffnung hell. Wasserdicht ist es nicht, und für die Dämmerung ist die Öffnung zu klein. Im Theater, im Zoo und auf Städtereisen spielt es seine Stärke aus, draußen in der Natur stößt es rasch an Grenzen.

0,6 / 5,0 Basisklasse

Marine

Seefahrt und Wassersport sind hier der Zweck, nicht ein Nebeneinsatz. Der beleuchtete Kompass zeigt die Himmelsrichtung am unteren Bildrand, die Strichplatte hilft beim Schätzen von Größen und Abständen, und die Okulare stellt man einmal auf die eigenen Augen ein, damit sich der Fokus bei Seegang nicht mehr verstellt. Genau das macht die Gläser an Land unhandlich, für wechselnde Distanzen ist ein Mitteltrieb die bessere Wahl. Wer ein Glas fürs Boot sucht, nimmt das Nautic mit gelber Signalfarbe an Körper und Riemen oder das Topas, dem ein Schwimmgurt beiliegt.

2 / 5,0 Einstiegsklasse

Astro

Die großen Porros für den Sternhimmel und weite Landschaft, die Bresser je nach Ausführung Spezial Astro, Astro & Marine oder NightExplorer nennt. Die Okulare werden einmal auf unendlich gestellt und danach nicht mehr angefasst, das spart im Dunkeln das Gefummel, und ab 15facher Vergrößerung gehört das Glas aufs Stativ. Die SF-Ausgaben sind wasserdicht, die einfachen Spezial-Astro-Modelle nicht, und nur das 20x80 ED zeigt helle Sterne ohne Farbsäume. Wer gelegentlich nach oben schaut, nimmt eines der 7x50, das sich noch freihändig halten lässt, wer den Himmel absucht, die 70er und 80er aufs Stativ.

2,3 / 5,0 Einstiegsklasse

Stabilizer OIS

Sechzehnfach aus der freien Hand, was ohne Technik niemand ruhig hält. Ein beweglich aufgehängtes Prismensystem fängt laut Bresser auch kleinste Zitterbewegungen ab, sodass das Bild stehen bleibt. Wasserdicht ist es nicht, nur gegen Spritzwasser geschützt, und das Bild ist bei sechzehnfacher Vergrößerung eng. Wer hohe Vergrößerung ohne Stativ halten will, auf Schiffen, an Berghängen oder für den Mond, greift hier zu.

1,1 / 5,0 Einstiegsklasse
Christian

Über den Autor

Christian

Moin, ich bin Christian — leidenschaftlicher Vogelbeobachter aus Norddeutschland und fasziniert von präziser Fernoptik. Auf Sichtvergleich.de verknüpfe ich mein Optik-Wissen mit meiner Freude an nutzerzentrierter Webentwicklung. Mich hat es immer gestört, Ferngläser online nur anhand von nackten Zahlen vergleichen zu können. Deshalb baue ich hier die Werkzeuge, die ich mir selbst bei der Auswahl immer gewünscht hätte.