Hersteller
Zeiss Ferngläser: Alle Serien im Vergleich
Alle aktuellen Modelle des deutschen Traditionsherstellers im unabhängigen Datenvergleich. Von der günstigen Terra ED bis zur Victory-Spitzenklasse findest du das passende Fernglas für Naturbeobachtung, Jagd oder Reisen, inklusive technischer Spezifikationen und tagesaktueller Preise.
Zeiss
39 Modelle 344 bis 3.510 €
Modelle je Optik-Klasse
- 0 Basis
- 0 Einstieg
- 6 Mittel
- 22 Ober
- 11 Referenz
Das Unternehmen
Zeiss ist eines der ältesten und bekanntesten Optikunternehmen der Welt. Gegründet 1846 in Jena, gehört die Carl Zeiss AG mit Sitz in Oberkochen heute der Carl-Zeiss-Stiftung. Prismenferngläser gehören seit den 1890er-Jahren zum Programm. Das Fernglas-Sortiment ist in drei Stufen gegliedert: Die Terra ED bildet den preisgünstigen Einstieg, die Conquest deckt Jagd und Naturbeobachtung im gehobenen Segment ab, und die Victory-Familie bildet die Spitzenklasse mit Fluorid-Gläsern. Victory und Conquest setzen mit der legendären T*-Vergütung den Maßstab für hohe Lichttransmission und gestochen scharfe Details.
Stand der Angaben: 21. September 2026
Die Serien im Überblick
| Serie | Modelle | Vergrößerung | Objektiv | Gewicht | Preis | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Victory SF | 4 | 8–10× | 32 / 42 mm | 590–790 g | 1.995–2.450 € | Das Zeiss für Birder: sehr großes Sehfeld, bis zum Rand scharf |
| Victory SFL | 7 | 8–12× | 30 / 40 / 50 mm | 460–872 g | 1.350–1.999 € | Leichte Premiumoptik, die auch auf langen Wanderungen am Hals bleibt |
| Victory HT | 2 | 8–10× | 54 mm | 995–1035 g | 1.779–1.879 € | Das Zeiss für das letzte Büchsenlicht, mit rund 95 Prozent Lichtdurchlässigkeit |
| Victory RF | 4 | 8–10× | 42 / 54 mm | 895–1115 g | 3.105–3.510 € | Zeiss-Jagdglas mit Laser-Entfernungsmesser und Ballistikrechner in einem Gerät |
| Victory Pocket | 2 | 8–10× | 25 mm | 290 g | 695–738 € | Premiumglas mit Fluorid-Linsen, das in die Jackentasche passt |
| Conquest HDX | 7 | 8–15× | 32 / 42 / 56 mm | 620–1265 g | 825–1.449 € | Robustes Zeiss-Revierglas für Jagd und Natur, scharf von Rand zu Rand |
| Conquest HD | 7 | 8–15× | 32 / 42 / 56 mm | 630–1295 g | 739–1.399 € | Bewährtes Zeiss-Revierglas für Jagd und Natur, robust und kontrastreich |
| Terra ED | 4 | 8–10× | 32 / 42 mm | 510–695 g | 399–540 € | Der Einstieg in die Zeiss-Welt: ED-Optik, wasserdicht, mit griffigem Fokussierrad |
| Terra ED Pocket | 2 | 8–10× | 25 mm | 310 g | 344–369 € | Zeiss-Optik mit ED-Glas im Taschenformat zum Einstiegspreis |
Victory SF
Gebaut für die Vogelbestimmung im Sekundentakt. Das Sehfeld reicht je nach Modell von 120 bis 155 Metern und ist damit nach Zeiss bis zu ein Fünftel größer als bei vergleichbaren Ferngläsern, was in dichter Vegetation über Fund oder Nichtfund entscheidet. Das ErgoBalance-Konzept verlagert den Schwerpunkt Richtung Okular, sodass die Arme auch in der dritten Stunde am Auge ruhig bleiben, und SmartFocus holt die Schärfe in einer Handbewegung nach. Wer beim Birding keine Kompromisse machen will, greift zur Victory SF.
Victory SFL
Die Antwort auf die Frage, was mitkommt, wenn das Spitzenglas zu schwer wird. SFL steht bei Zeiss für SmartFocus Lightweight: Die kleineren Objektive erlaubten dünnere Linsen, die enger zusammenrücken, und das Magnesiumgehäuse spart den Rest. Ein leichtes Glas bleibt am Hals statt im Rucksack, und das entscheidet oft darüber, ob eine Beobachtung überhaupt zustande kommt. Wer viel zu Fuß unterwegs ist und trotzdem nicht auf Victory-Bildqualität verzichten will, nimmt die SFL.
Victory HT
Entwickelt für die letzte Stunde vor der Dunkelheit. Zeiss kombiniert dafür SCHOTT-HT-Linsen, die T*-Mehrschichtvergütung und Abbe-König-Prismen und kommt damit auf eine Lichtdurchlässigkeit von 95 Prozent und mehr, was am Waldrand die entscheidenden Minuten bringt. Das große Fokussierrad sitzt in der Double-Link-Brücke und lässt sich auch mit klammen Fingern sicher greifen. Wer die Dämmerung bis zum letzten Büchsenlicht ausreizen will und das Mehrgewicht gegenüber der SFL in Kauf nimmt, ist bei der Victory HT richtig.
Victory RF
Ein vollwertiges Victory-Fernglas, das nebenbei den Haltepunkt rechnet. Das Victory Rangefinder System misst die Entfernung und bezieht dabei Temperatur und Luftdruck mit ein, während das Wild im Blick bleibt und die Werte im Sehfeld stehen. Über Bluetooth lassen sich aus der ZEISS Hunting App bis zu neun eigene Ballistikprofile aufspielen, sodass die Korrektur zur tatsächlich geführten Laborierung passt. Wer im Gebirge oder auf weite Distanzen jagt, spart sich damit das zweite Gerät am Gurt.
Victory Pocket
Der federleichte Riese im Taschenformat, wie Zeiss es selbst nennt. Eine asymmetrische Faltung lässt es in kleineren Jackentaschen verschwinden, drinnen stecken aber FL-Linsen mit T*-Vergütung statt der flauen Optik üblicher Taschengläser. Die kleinen Objektive sammeln wenig Licht, in der Dämmerung ist früher Schluss als bei einem großen Glas. Wer ein Premiumglas sucht, das er wirklich immer dabeihat, nimmt die Victory Pocket.
Conquest HDX
Fürs Revier gebaut, nicht für die Vitrine. Zeiss baut es ausdrücklich für Nässe, Hitze und Stöße: Magnesiumgehäuse, Gummiarmierung und ein HD-Konzept, das 90 Prozent Lichtdurchlässigkeit und Schärfe von Rand zu Rand liefert. Die Serie reicht vom handlichen 32er für die Pirsch bis zum lichtstarken 56er für den Ansitz und deckt damit fast jeden Einsatz im Jahreslauf ab. Wer bei Zeiss nur ein Glas kaufen und damit alles machen will, nimmt die HDX.
Conquest HD
Der Klassiker, der jahrelang das Arbeitspferd im Revier war und inzwischen abgelöst ist: Zeiss führt die HD in seinem aktuellen Fernglas-Sortiment nicht mehr. Im Handel gibt es sie weiter, häufig unter dem Preis der Nachfolgerin, und sie liefert dasselbe saubere, kontrastreiche Bild bei gleicher Modellauswahl. Was fehlt, ist die Feldebnung der HDX, die äußersten Bildränder zeichnen also weicher. Wer ein bewährtes Zeiss-Glas zum Abverkaufspreis sucht und auf die letzte Randschärfe verzichten kann, greift hier zu.
Terra ED
Der Einstieg in die Welt von Zeiss, wie der Hersteller es selbst nennt. Das große, leichtgängige Fokussierrad liegt so, dass der Zeigefinger beim Greifen von allein darauf landet, was zählt, wenn ein Vogel nur zwei Sekunden sitzen bleibt. Eine hydrophobe Vergütung, ein wasserdichtes Gehäuse und Stickstofffüllung machen es alltagstauglich, auf die Feldebnung der teureren Reihen verzichtet es. Wer ein robustes Glas für Wanderung, Garten und Urlaub sucht, ohne vierstellig zu werden, ist hier richtig.
Terra ED Pocket
Im Taschenformat ist dies das günstigste Zeiss-Fernglas. Die beiden Modelle haben ED-Glas und dasselbe schnell erreichbare Fokussierrad wie die große Terra, nur auf Jackentaschengröße geschrumpft. Die kleinen Objektive sammeln wenig Licht, an trüben Tagen merkt man das rasch. Wer mehr Reserven braucht, wechselt zur Terra ED, wer FL-Linsen im selben Format will, zur Victory Pocket.