Hersteller
Vanguard Ferngläser: Alle Serien im Vergleich
Alle aktuellen Modelle des 1986 gegründeten Optik- und Stativherstellers im unabhängigen Datenvergleich. Vom Taschenglas bis zum Hoya-ED-Glas der Spitzenreihen findest du das passende Fernglas für Vogelbeobachtung, Jagd oder Reise, inklusive technischer Spezifikationen und tagesaktueller Preise.
26 Modelle 28 bis 475 €
Modelle je Optik-Klasse
- 2 Basis
- 10 Einstieg
- 14 Mittel
- 0 Ober
- 0 Referenz
Das Unternehmen
Vanguard gibt es seit 1986, und die Marke ist neben Ferngläsern vor allem für Stative und Fototaschen bekannt. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als Fabrik, die Entwicklung, Fertigung und Vertrieb im eigenen Haus behält, ohne Zulieferer dazwischen, und führt sein Preisniveau ausdrücklich darauf zurück. Bei den Ferngläsern stehen zwei Familien nebeneinander: Endeavor in der klassischen Bauform und VEO mit den leichteren Gehäusen aus Carbon-Composite und Magnesium, darunter die Vesta als Einstieg. Optisch wiederholt sich in beiden Familien dieselbe Staffelung, mit ED-Glas in den meisten Reihen und Hoya-ED-Glas in den oberen. In Deutschland gibt Vanguard auf Endeavor und VEO zwei Jahre Garantie, nach Registrierung zehn.
Stand der Angaben: 26. Oktober 2026
Die Serien im Überblick
| Serie | Modelle | Vergrößerung | Objektiv | Gewicht | Preis | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Endeavor ED IV | 2 | 8–10× | 42 mm | 786 g | 409–475 € | Vanguards Spitzenmodell mit Hoya-ED-Glas, für lange Tage am Okular |
| Endeavor ED II | 3 | 8–10× | 32 / 42 mm | 540–770 g | 286–382 € | Robustes Magnesiumglas mit ED-Glas für raue Reviere |
| Endeavor ED | 3 | 8–10× | 32 / 42 mm | 540–730 g | 239–262 € | Bewährtes ED-Glas mit griffiger Gummiarmierung, mit dem man wenig falsch macht |
| VEO HD IV | 2 | 8–10× | 42 mm | 786 g | 386–399 € | Offener Steg und Magnesium: liegt wie ein Werkzeug in der Hand, mit Hoya-ED-Glas |
| VEO HD2 | 2 | 8–10× | 42 mm | 710 g | 279–299 € | Hoya-ED-Glas im leichten Carbon-Gehäuse für Tage, an denen jedes Gramm zählt |
| VEO HD | 2 | 8–10× | 42 mm | 760–767 g | 204–249 € | Wasserdichter Allrounder mit ED-Glas für Wanderung und Ansitz |
| VEO ED | 4 | 8–12× | 42 / 50 mm | 640–782 g | 158–278 € | Leichtes Carbongehäuse und griffiges Fokussierrad, auch mit Handschuhen sicher bedienbar |
| VEO XF | 2 | 8–10× | 42 mm | 640–660 g | 145–159 € | Das weiteste Bild bei Vanguard, ideal zum Absuchen von Hecken und Waldrändern |
| VESTA | 4 | 8–10× | 25 / 42 mm | 280–610 g | 70–150 € | Wasserdichter Einstieg für Wanderung und Garten |
| VESTA Compact | 2 | 8–10× | 21 mm | 195 g | 28–40 € | Faltet auf Jackentaschenmaß: Zweitglas für Reise und Veranstaltung |
Endeavor ED IV
Ausgelegt auf lange Tage am Okular, an denen es auf jedes Detail ankommt. Hoya-ED-Glas und SK-15-Prismen halten die Kante zwischen Wildrücken und hellem Himmel sauber, statt sie in einen Farbsaum auslaufen zu lassen, und 19 Millimeter Augenabstand lassen auch hinter einer Brille das ganze Bild stehen. Es gibt die Reihe nur mit 42 Millimetern, wer ein kleineres Glas für die Jacke oder mehr Öffnung für die Nacht sucht, wird hier nicht fündig. Wer bei Vanguard keine Kompromisse machen will, nimmt die ED IV, sollte dabei aber die baugleiche VEO HD IV im Blick behalten, die je nach Tag weniger kostet.
Endeavor ED II
Arbeitsglas der Endeavor-Familie, gebaut für Reviere, in denen ein Fernglas auch mal gegen einen Baum schlägt. Das Magnesiumgehäuse steckt den Stoß weg, ohne dafür Gewicht aufzuschlagen, und weil O-Ringe und Stickstoff die feuchte Luft draußen halten, beschlägt nichts, wenn man aus der Kälte in die warme Hütte kommt. Das Hoya-Glas der vierten Generation fehlt, an den hellsten Kanten bleibt ein Rest Farbsaum stehen. Wer zwischen 32 und 42 Millimetern wählen will und Metall dem Kunststoffgehäuse vorzieht, nimmt die ED II.
Endeavor ED
Die erste Endeavor, und bis heute das Glas, mit dem man wenig falsch macht. ED-Glas und Phasenvergütung sorgen schon hier dafür, dass Gefiederfarben stimmen und feine Strukturen nicht ineinanderlaufen, und die Gummiarmierung bleibt auch mit nassen Händen griffig. Magnesium kam erst mit der II, Hoya-Glas erst mit der IV, und bei den 42ern fällt das Bild eine Spur enger aus. Wer eine Endeavor mit ED-Glas sucht und auf Metallgehäuse und Hoya-Glas verzichten kann, greift hier zu.
VEO HD IV
Ein Glas, das sich greifen lässt wie ein Werkzeug, nicht wie ein Kasten. Der offene Steg lässt die Finger durchgreifen, statt sie um einen geschlossenen Körper zu spreizen, und die Magnesiumschale hält das Gewicht dabei unten, was man am Ende eines langen Tages im Nacken spürt, oder eben gerade nicht. Wie alle VEO-HD-Reihen gibt es sie nur mit 42 Millimetern, für mehr Öffnung führt der Weg zur VEO ED. Sie und die Endeavor ED IV teilen sich dieselbe Optik, die Wahl zwischen beiden ist deshalb vor allem eine Preisfrage.
VEO HD2
Für alle, denen die HD IV nach einem langen Tag zu schwer am Hals hängt. Dasselbe Hoya-Glas zeichnet hier in ein Carbon-Composite-Gehäuse hinein, das rund siebzig Gramm einspart, und genau diese siebzig Gramm entscheiden am Nachmittag darüber, ob das Glas noch am Hals hängt oder längst im Rucksack liegt. Die SK-15-Prismen und der offene Steg der IV fehlen, beim Licht durch das Prisma liegt sie knapp darunter. Wer Hoya-Glas will und auf jedes Gramm achtet, nimmt die HD2.
VEO HD
Es kommt mit, wenn man noch nicht weiß, was der Tag bringt. ED-Glas und Phasenvergütung halten Farben und feine Strukturen sauber, und das leichte Composite-Gehäuse übersteht Regen wie Temperatursprünge, ohne von innen zu beschlagen. Hoya-Glas trägt erst die HD2, an feinen Kanten bleibt hier eher ein Farbsaum stehen. Wer ein wasserdichtes ED-Glas für Wanderung und Ansitz sucht und keine Ausstattungsextras braucht, ist hier richtig.
VEO ED
Die Reihe, in der die Größe nach dem Vorhaben gewählt wird, vom handlichen 8x42 bis hinauf zum 12x50. Das übergroße Fokussierrad trifft man auch mit Handschuhen, die Mitsubishi-Gummiarmierung bleibt bei Nässe griffig, und der carbonverstärkte Körper hält das Gewicht unten, obwohl die 50er deutlich mehr Glas mitbringen. Das Sehfeld bleibt hinter den HD-Reihen zurück, beim 12x50 wird es so eng, dass das Nachführen auf bewegtes Wild Übung verlangt. Wer bei Vanguard 50 Millimeter Öffnung sucht, findet sie ausschließlich hier.
VEO XF
Gebaut für die Hecke, in der sich etwas bewegt und man nicht weiß, wo. Kein anderes Modell der Marke öffnet ein so weites Bild, und mit 20 Millimetern Augenabstand bleibt der gesamte Bildkreis auch hinter einer Brille sichtbar, was beim Absuchen einer Hecke mehr zählt als die letzte Farbreinheit. Der Verzicht auf ED-Glas rächt sich an hellen Kanten, dort stehen Farbsäume, die die HD-Reihen so nicht zeigen. Wer vor allem Hecken und Waldränder absucht, greift zur XF, wer Gefiederfarben sicher ansprechen will, zur VEO HD.
VESTA
Ein Einsteigerglas, das man im Regen nicht wegpacken muss. Dichtung und Gasfüllung übernimmt Vanguard im Prinzip aus den teuren Reihen, und das große Fokussierrad sitzt so, dass auch ungeübte Hände den Vogel scharf bekommen, bevor er weiterfliegt. Eine Phasenvergütung gibt es nicht, an feinen Strukturen bleibt dadurch Kontrast liegen, und bei den 25ern wird der Augenabstand für Brillenträger knapp. Wer ein wasserdichtes erstes Fernglas sucht und zwischen Taschenformat und 42er schwankt, findet hier beides.
VESTA Compact
Gedacht für alle, die eigentlich keins mitnehmen wollten. Ein einzelnes Scharnier klappt das Glas auf Jackentaschenmaß zusammen, und die Multiguard-Vergütung holt aus 21 Millimetern Öffnung noch so viel heraus, dass ein Bussard über dem Feld als Bussard erkennbar bleibt. Die Prismen bestehen aus einfachem BK-7-Glas, und Brillenträger sehen durch den sehr knappen Augenabstand nur einen Ausschnitt des Sehfelds. Als leichtes Zweitglas für Reise und Veranstaltung erfüllt es seinen Zweck, als einziges Fernglas im Haushalt wird es rasch zu knapp.