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Kite Optics Ferngläser: Alle Serien im Vergleich

Alle aktuellen Modelle des belgischen Familienunternehmens im unabhängigen Datenvergleich. Vom leichten Taschenglas Compact über die weitwinkligen Lynx HD+ und die Ibis ED mit offener Brücke bis zu den bildstabilisierten APC-Modellen findest du das passende Fernglas für Vogelbeobachtung, Jagd oder Bootsfahrt, inklusive technischer Spezifikationen und tagesaktueller Preise.

44 Modelle 138 bis 1.728 €

Modelle je Optik-Klasse

  • 0 Basis
  • 22 Einstieg
  • 9 Mittel
  • 13 Ober
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Das Unternehmen

Kite Optics ist ein belgisches Familienunternehmen aus Jabbeke bei Brügge, das seit 1992 Ferngläser und Spektive für die Naturbeobachtung baut. Die Geräte werden überwiegend in Japan gefertigt, Endmontage und Qualitätskontrolle laufen in Belgien. Auf alle Ferngläser gibt Kite 30 Jahre Garantie. Das Angebot ist klar gestaffelt: Bonelli 2.0 und Ibis ED sind die Spitzenklasse, die Lynx HD+ das leichte, weitwinklige Glas für lange Wege, Petrel II, Falco und Ursus die Gläser für Alltag und Einstieg. Dazu kommen bildstabilisierte Modelle mit 10- bis 22facher Vergrößerung. Preislich reicht das vom Taschenglas Compact ab rund 150 Euro bis zu mehr als 1.700 Euro für die großen stabilisierten Modelle.

Stand der Angaben: 15. Oktober 2026

Die Serien im Überblick

Serie Modelle Vergrößerung Objektiv Gewicht Preis Einsatz
Bonelli 2.0 2 8–10× 42 mm 820–840 g 1.107–1.161 € Kites Spitzenbild für Natur und Jagd: weit, bis zum Rand scharf, im Alu-Magnesium-Gehäuse
Ibis ED 5 8–12× 42 / 50 mm 745–902 g 954–1.125 € Offene Brücke und ED-Glas: liegt auch nach Stunden angenehm in der Hand
Lynx HD+ 5 8–10× 30 / 42 / 50 mm 495–815 g 604–866 € Das leichte Kite mit ED-Glas für Vielgeher, mit weitem Bild
Cervus HD 1 8× 56 mm 1198 g 648 € Kites Ansitzglas: bis zu 94 Prozent Lichtdurchlass, auch mit Brille bequem
Petrel II 4 8–10× 42 / 50 mm 620–795 g 562–645 € Der bewährte Kite-Klassiker für alle Wetter
Falco 6 8–10× 25 / 32 / 42 mm 260–705 g 265–405 € Alltagsglas mit weitem Bild und kurzer Nahgrenze
Ursus 4 8–10× 32 / 42 / 50 mm 520–940 g 240–279 € Wasserdicht, griffig gummiert und mit 30 Jahren Garantie, für Anfänger und kleine Budgets
Compact 2 8× 23 / 25 mm 240–280 g 138–176 € Federleichtes Kite für Konzert, Reise und Jackentasche, für trockene Tage
APC Stabilized ED 8 12–22× 42 / 50 mm 849–1020 g 1.543–1.728 € Kites stabilisiertes Spitzenglas für starke Vergrößerung aus der freien Hand, mit ED-Glas
APC Stabilized II 2 10–14× 30 mm 610–620 g 1.190 € Die leichte Stabilisierung für Wanderungen und Reisen, mit langer Batterielaufzeit
APC Stabilized 4 10–16× 30 / 42 mm 615–735 g 968–1.125 € Stabilisierte Vergrößerung aus der Hand, günstiger als die ED-Modelle
Navataq Marine Stabilized ED 1 14× 50 mm 1014 g – Das Kite fürs Boot: stabilisiert, mit Strichplatte, wasserdicht im Hartkoffer

Bonelli 2.0

Entwickelt für alle, die nur ein Fernglas für alles haben wollen und dafür nicht sparen mögen. Das Bild ist weit, bis zum Rand scharf und in den Farben etwas wärmer als bei der Lynx HD+, und das Fokusrad läuft so geschmeidig und genau, dass Testern vor allem das in Erinnerung bleibt. Nah heran geht es bis 1,55 Meter. Das Gehäuse aus Aluminium und Magnesium wirkt robust, mit 820 Gramm beim 8x42 ist es aber nicht leicht, und an kontrastreichen Kanten kann gelegentlich ein Farbsaum auftauchen. Wer ein ausgewogenes Alleskönner-Glas sucht, nimmt die Bonelli, wer weniger tragen will, die Lynx HD+.

3,6 / 5,0 Oberklasse

Ibis ED

Für lange Beobachtungstage gemacht, weil die Ibis durch die offene Brücke ganz anders in der Hand liegt: Man umgreift einen Tubus komplett und lässt den Zeigefinger auf dem Fokusrad, sodass sich einhändig scharfstellen lässt. ED-Glas und die PermaVision-Beschichtung halten Farbränder gering und lassen Wasser und Schmutz abperlen, und die Schärfe reicht nach Erfahrungsberichten am Rand etwas weiter als bei der Lynx HD+. Fünf Größen vom 8x42 bis zum 12x50 decken Wald, Watt und Dämmerung ab, und die 42er stellen schon aus anderthalb Metern scharf. Dafür sind die Modelle schwerer als die Lynx HD+. Wer bequem und einhändig beobachten will, nimmt die Ibis, wer das leichteste Kite sucht, die Lynx HD+.

3,6 / 5,0 Oberklasse
Kite Optics Ibis ED
© Kite Optics

Lynx HD+

Leicht gebaut für alle, die viel laufen und trotzdem ein großes Bild wollen. Das 8x30 wiegt kaum mehr als 500 Gramm, und das 8x42 öffnet ein so weites Sehfeld, dass Vögel schneller im Bild landen. ED-Glas hält die Farbränder niedrig, in Vergleichen sogar besser im Griff als bei Ibis und Bonelli, und die 30er stellen schon aus gut einem Meter scharf, ideal für Schmetterlinge und Libellen. Dafür bleibt die Schärfe am äußersten Rand etwas hinter Ibis und Bonelli zurück. Wer leicht und weit unterwegs sein will, nimmt die Lynx HD+, wer die letzte Randschärfe sucht, die Bonelli 2.0.

3,6 / 5,0 Oberklasse
Kite Optics Lynx HD+
© Kite Optics

Cervus HD

Fürs Ansitzen und die letzte Stunde Tageslicht gebaut. Die große Öffnung und eine Lichtdurchlässigkeit von bis zu 94 Prozent halten das Bild in der Dämmerung hell, und Brillenträger sehen dank des großzügigen Augenabstands das volle Bild. Mit knapp 1,2 Kilogramm gehört es auf die Kanzel und nicht für den ganzen Tag an den Hals, und es gibt nur diese eine Größe. Wer vom festen Platz in die Dämmerung schaut, nimmt das Cervus, wer das Glas trägt, die Ibis ED 10x50 mit unter 900 Gramm.

3,6 / 5,0 Oberklasse

Petrel II

Der Klassiker unter den Kite-Gläsern, nach Händlerangaben das bekannteste Modell, robust gebaut mit wasserdichtem Gehäuse, das bei Frost wie bei Hitze durchhält. Beim 8x42 und bei den 50ern sitzt auch die Brille bequem, und die 50er geben in der Dämmerung mehr Licht. Das Sehfeld ist beim 8x42 enger als bei der günstigeren Falco, und ED-Glas fehlt. Wer ein lichtstarkes 8,5x50 oder 10x50 zu einem moderaten Preis sucht, ist hier richtig, wer ein weiteres Bild will, nimmt die Falco, wer ED-Glas will, die Lynx HD+.

1,7 / 5,0 Einstiegsklasse
Kite Optics Petrel II
© Kite Optics

Falco

Für den Alltag gedacht: weit, hell und fair im Preis. Das 8x32 und das 8x42 zeigen ein besonders weites Bild, die MHR-Vergütung sorgt für Klarheit, und das 8x42 lässt Brillenträgern den vollen Einblick. Scharf wird es schon aus gut anderthalb Metern, bei den beiden Taschenformaten 8x25 und 10x25 mit je rund 260 Gramm ist das ebenfalls praktisch für Blüten und Insekten. Ein 50er für die Dämmerung gibt es nicht, und ED-Glas fehlt. Wer ein weites, leichtes Alltagsglas sucht, nimmt die Falco, wer es besonders günstig will, die Ursus.

1,9 / 5,0 Einstiegsklasse
Kite Optics Falco
© Kite Optics

Ursus

Der günstige Einstieg in die Vogelbeobachtung. Die Ursus ist wasserdicht, griffig gummiert und kommt wie alle Kite-Gläser mit 30 Jahren Garantie, gedacht für Anfänger und kleine Budgets. Das Bild ist klar und hell, solange das Licht stimmt, am äußeren Rand verzerrt es etwas, und scharf wird es meist erst ab 2,4 bis 2,8 Metern. Das 10x50 mit 940 Gramm ist ein Schwergewicht. Wer wenig ausgeben will, nimmt die Ursus, wer ein weiteres Bild und besseren Nahfokus will, legt für die Falco etwas drauf.

1,4 / 5,0 Einstiegsklasse
Kite Optics Ursus
© Kite Optics

Compact

Ein Taschenglas für Konzert, Reise und Jackentasche, das mit 240 bis 280 Gramm fast nichts wiegt. Das 8x23 und das 8x25 zeigen ein weites Bild, und scharf wird es ab etwa zwei Metern. Wasserdicht ist es allerdings nicht: Es hält nur Spritzwasser stand und ist nicht gasgefüllt. Beim 8x23 wird der Einblick mit Brille eng. Wer ein Taschenglas für trockene Tage sucht, ist hier richtig, wer ein wasserdichtes Kompaktglas will, nimmt die Falco 8x25 oder 10x25.

2,2 / 5,0 Einstiegsklasse
Kite Optics Compact
© Kite Optics

APC Stabilized ED

Ausgelegt für Beobachter, die bei starker Vergrößerung ohne Stativ arbeiten wollen, etwa bei Wasservögeln auf große Distanz. Der Stabilisator lagert die Prismen kardanisch und gleicht das Zittern der Hand aus, ED-Glas hält das Bild dabei farbrein. Die 42er laufen mit AAA-Batterien oder Li-ion-Akkus und sind noch gut tragbar, die 50er gibt es mit AA-Batterien oder Li-ion-Akku und wiegen rund ein Kilogramm. Dafür sind sie nichts für die Jackentasche, und Nahes wird erst aus mehreren Metern scharf. Wer ein Stativ sparen will, nimmt die APC ED, wer ohne Strom beobachten will, greift zur Ibis ED.

3,1 / 5,0 Mittelklasse
Kite Optics APC Stabilized ED
© Kite Optics

APC Stabilized II

Die neue Generation des kleinen stabilisierten Kite, gemacht für Wanderungen und Reisen, auf denen das Glas den ganzen Tag am Hals hängt. Ein neuer Prozessor steuert die kardanische Lagerung und hält das Bild auch bei 14facher Vergrößerung ruhig, und mit bis zu 93 Prozent Lichtdurchlässigkeit bleibt es trotz der kleinen Öffnung hell. Zwei AAA-Batterien reichen für bis zu 60 Stunden. Die kleine Öffnung setzt die Grenze in der Dämmerung, beim 14x30 wird das Bild schon am späten Nachmittag dunkel. Wer Stabilisierung im Reiseformat sucht, nimmt die APC Stabilized II, wer mehr Licht und ein farbreines Bild will, die APC Stabilized ED.

2,2 / 5,0 Einstiegsklasse
Kite Optics APC Stabilized II
© Kite Optics

APC Stabilized

Für alle, die starke Vergrößerung aus der freien Hand wollen und nicht den Preis der ED-Modelle zahlen mögen. Der Stabilisator beruhigt das Bild, sodass sich auch beim 12x oder 16x Details erkennen lassen, die im Zittern der Hand sonst verschwinden. Die 30er wiegen rund 620 Gramm, die beiden 42er knapp mehr und bieten mehr Licht für den Abend. ED-Glas fehlt in dieser Reihe, an hellen Kanten bleiben Farbränder, und die 42er stellen erst aus mehreren Metern scharf. Wer Stabilisierung günstiger will, nimmt die APC, wer ein farbreines Bild will, die APC Stabilized ED.

2,2 / 5,0 Einstiegsklasse
Kite Optics APC Stabilized
© Kite Optics

Navataq Marine Stabilized ED

Fürs Boot gebaut: 14fach vergrößert, bildstabilisiert und mit einer Strichplatte, mit der sich Entfernungen abschätzen lassen. Der Stabilisator beruhigt Schwanken und Handzittern, sodass sich bei 14facher Vergrößerung auch bei Seegang Tonnen, Küstenmarken und andere Boote erkennen lassen. Das Gehäuse ist wasserdicht (IPX7) und stickstoffgefüllt, geliefert wird es im korrosionsfesten Hartkoffer mit Druckventil und mit einer grauen Silikonhülle. Mit 1.014 Gramm ist es schwer, und scharf wird es erst ab 5,5 Metern. Wer aufs Wasser will, nimmt das Navataq, wer an Land beobachtet, die APC Stabilized ED 14x50.

3,1 / 5,0 Mittelklasse
Kite Optics Navataq Marine Stabilized ED
© Kite Optics

Varianten ohne aktuelles Angebot

Christian

Über den Autor

Christian

Moin, ich bin Christian — leidenschaftlicher Vogelbeobachter aus Norddeutschland und fasziniert von präziser Fernoptik. Auf Sichtvergleich.de verknüpfe ich mein Optik-Wissen mit meiner Freude an nutzerzentrierter Webentwicklung. Mich hat es immer gestört, Ferngläser online nur anhand von nackten Zahlen vergleichen zu können. Deshalb baue ich hier die Werkzeuge, die ich mir selbst bei der Auswahl immer gewünscht hätte.