DDoptics Ferngläser: Alle Serien im Vergleich
Alle aktuellen Modelle des Chemnitzer Jagdoptik-Spezialisten im unabhängigen Datenvergleich. Von der leichten Ultralight bis zur Fluorid-Optik der SHG findest du das passende Fernglas für Ansitz, Naturbeobachtung oder Reise, inklusive technischer Spezifikationen und tagesaktueller Preise.
Das Unternehmen
DDoptics ist ein deutscher Optikanbieter aus Chemnitz, der neben Ferngläsern vor allem Zielfernrohre und Spektive im Programm hat. Der Schwerpunkt liegt erkennbar auf der Jagd: Die Pirschler- und die Nighteagle-Linie sind konsequent auf Ansitz und Dämmerung ausgelegt und holen aus großen Objektiven viel Licht heraus. Darüber stehen mit SHG, HDS, NXT und EDX die Linien für die Naturbeobachtung mit ED- und Fluorid-Gläsern, darunter decken Kolibri, LUX-HR Pocket und Ultralight das leichte Reise- und Freizeitsegment ab. Kennzeichnend für die Marke ist, dass sie Merkmale wie Abbe-König-Prismen oder eine Feldebnung in Preisklassen anbietet, in denen sie sonst selten zu finden sind.
Stand der Angaben: 18. September 2026
Die Serien im Überblick
| Serie | Modelle | Vergrößerung | Objektiv | Gewicht | Preis | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SHG | 2 | 8–10× | 42 mm | 698–710 g | 1.195–1.199 € | Naturbeobachtung und Jagd, Fluorid-Glas mit Feldebnung |
| HDS | 2 | 8–10× | 42 mm | 681–698 g | – | Jagd und Natur, Fluorid-Glas ohne Feldebnung |
| NXT | 2 | 8–10× | 42 mm | 720 g | – | Naturbeobachtung, ED-Glas mit Feldebnung |
| EDX | 5 | 8–12× | 30 / 50 mm | 460–902 g | – | Natur und Reise, ED-Glas vom Kompakt- bis zum Distanzglas |
| Pirschler Gen3 | 6 | 8–15× | 45 / 56 mm | 910–1200 g | 599–653 € | Ansitz und Dämmerung, sehr hohe Lichtausbeute |
| Pirschler Range | 1 | 10× | 45 mm | 1018 g | – | Jagd, mit integriertem Laser-Entfernungsmesser |
| Nighteagle Ergo Gen. 4 | 4 | 8–15× | 56 mm | 930–970 g | – | Ansitz und Nacht, durchgehend große Objektive |
| Kaleu | 1 | 7× | 50 mm | 1050 g | 279 € | Marine und Küste, Porro-Bauweise mit Kompass |
| Kolibri Gen3 | 6 | 8–10× | 25 / 33 / 42 mm | 282–615 g | – | Reise und Freizeit, leichte Allrounder-Familie |
| LUX-HR Pocket ED | 2 | 8–10× | 25 mm | 295–300 g | – | Reise und Alltag, Taschenformat mit ED-Glas |
| Ultralight | 9 | 8–12× | 26 / 34 / 42 / 50 mm | 253–762 g | 127–174 € | Einsteiger-Segment, leichte Gläser zum kleinen Preis |
SHG
Das Glas für den, der den ganzen Tag beobachtet und dabei nichts verzeihen will. Ein dunkler Ast vor hellem Himmel bleibt frei von Farbsäumen, und auch am Bildrand steht das Bild noch, statt weich auszulaufen, was beim Absuchen einer Waldkante den Unterschied macht. Dafür verlangt die SHG einen Aufpreis, der sie vom übrigen Programm abhebt und eher neben die Einstiegsmodelle der großen Premiummarken stellt. Wer von DDoptics das Beste will und diesen Sprung mitgeht, nimmt die SHG.
HDS
Für den, der vom Ansitz aus beobachtet und das Bild dabei ruhig stehen lässt. Die HDS zeigt dieselbe Farbreinheit wie die SHG, lässt das Bild zum Rand hin aber weicher werden. Beim gemächlichen Absuchen einer Wiese merkt man davon wenig, beim schnellen Mitschwenken auf ein flüchtendes Stück dagegen deutlich. Wer ruhig beobachtet und die letzte Randschärfe nicht braucht, greift zur HDS statt zur SHG.
NXT
Das Glas für lange Beobachtungstage bei gutem Wetter. Die Feldebnung hält das Bild bis in die Ecken durch, sodass das Auge beim Absuchen nicht ständig nachschärfen muss, und das ED-Glas hält die Farbsäume klein. Auf den Außenlinsen fehlt allerdings die wasserabweisende Vergütung, die die meisten anderen Linien tragen, im Regen bleiben Tropfen stehen und wollen abgewischt werden. Wer Randschärfe zum mittleren Preis sucht und selten im Schauer steht, ist mit der NXT gut bedient.
EDX
Die Linie für alle, die mit einem Glas wandern und mit einem anderen am Gewässer sitzen wollen, ohne dafür die Marke zu wechseln. Die kleinen Fieldstar-Modelle hängen so leicht am Hals, dass man sie auf der Tour vergisst, die großen Objektive holen dafür abends noch Zeichnung aus dem Schilf. Das ED-Glas hält die Farbsäume in Grenzen, eine Feldebnung gibt es hier aber nicht, zum Rand hin wird das Bild also weicher. Wer je nach Anlass zwischen leichtem Begleiter und ruhigem Beobachtungsglas wechseln will, findet in der EDX beides.
Varianten ohne aktuelles Angebot
Pirschler Gen3
Das Glas für die letzten Minuten, in denen noch etwas geht. Wenn der Waldrand für das bloße Auge längst eine dunkle Fläche ist, zeigt die Pirschler dort noch Konturen, und das zu einem Preis, für den andere Marken keine vergleichbare Dämmerungsleistung anbieten. Gespart wird dafür beim Glas selbst, an harten Kanten wie einem Ast vor hellem Himmel sieht man eher Farbsäume als in den ED- und Fluorid-Linien. Wer die Dämmerung ausreizen will und dafür am Tag mit etwas weniger Farbreinheit lebt, ist bei der Pirschler richtig.
Pirschler Range
Für den Ansitz im offenen Gelände, wo sich die Entfernung nicht verlässlich schätzen lässt. Das Wild bleibt im Blick, während die Entfernung im Sehfeld steht, statt dass man Glas und Messgerät abwechselnd ans Auge nimmt und das Stück zwischendurch verliert. Gegenüber der normalen Pirschler bringt sie zusätzlich ED-Glas mit, die Elektronik macht sie aber spürbar schwerer am Riemen. Wer weit und offen jagt, spart sich mit ihr das zweite Gerät am Gurt.
Varianten ohne aktuelles Angebot
Nighteagle Ergo Gen. 4
Das Glas für die Kanzel, auf der man Stunden verbringt und nicht laufen muss. Die großen Objektive sind auf Dämmerung und Nacht ausgelegt, und weil es die Serie in mehreren Vergrößerungen gibt, lässt sich die Stufe nach der Entfernung wählen, die man üblicherweise überblickt. Die oberen Stufen zeigen mehr, verlangen dafür aber ruhige Hände oder besser eine Auflage. Wer vom festen Platz aus in die Dämmerung hineinbeobachtet, findet hier die breiteste Auswahl.
Varianten ohne aktuelles Angebot
Kaleu
Das Glas für an Bord, wo eine Peilung genauso zählt wie das Bild. Über die beleuchtete Strichplatte lässt sich der Kurs auch bei schwindendem Licht direkt im Sehfeld ablesen, und die Porro-Bauweise gibt dem Bild eine räumliche Tiefe, die Dachkantgläser so nicht liefern. Dafür ist es schwer und sperrig, im Rucksack einer Wanderung hat es nichts verloren. Wer auf dem Wasser oder an der Küste unterwegs ist und eine Peilung braucht, nimmt die Kaleu.
Kolibri Gen3
Die leichte Allrounder-Familie für alle, die kein Jagdglas suchen, sondern einen Begleiter für draußen. Die Reihe deckt vom Taschenformat bis zum ausgewachsenen Beobachtungsglas alles ab, sodass sich die Größe nach dem Einsatz richten kann statt umgekehrt. Optisch bleibt sie einfach aufgebaut, an hellen Kanten zeigt sie eher Farbsäume als die ED-Linien, für Wanderung, Garten und Urlaub reicht das aber gut aus. Wer ein unkompliziertes Glas für den Alltag sucht, ist bei der Kolibri richtig.
Varianten ohne aktuelles Angebot
LUX-HR Pocket ED
Für alle, die unterwegs selten mit einem Fernglas rechnen und trotzdem eines dabeihaben wollen. Es verschwindet in der Jackentasche und zeigt dort ein randscharfes, farbreines Bild statt des flauen Eindrucks, den man von einfachen Kompaktgläsern kennt. Die kleinen Objektive sammeln allerdings wenig Licht, unter Bäumen und in der Dämmerung ist früher Schluss als bei jedem größeren Glas. Wer Taschenformat will, ohne sich optisch etwas einzuhandeln, nimmt die LUX-HR Pocket ED.
Varianten ohne aktuelles Angebot
Ultralight
Das Glas, das im Auto liegen oder im Rucksack mitfahren darf, ohne dass man um es bangt. Es wiegt wenig und kostet wenig, und genau deshalb ist es meistens dabei, während das teure Glas zu Hause im Schrank bleibt. Optisch bleibt es einfach, und die wasserabweisende Vergütung der Außenlinsen fehlt, im Regen bleiben Tropfen stehen und wollen abgewischt werden. Wer ein leichtes Zweitglas oder den ersten Einstieg sucht, bekommt hier viel Fernglas für wenig Geld.