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Bushnell Ferngläser: Alle Serien im Vergleich

Alle aktuellen Modelle des US-amerikanischen Optikherstellers im unabhängigen Datenvergleich. Von der Einstiegsreihe Powerview bis zur Wettkampfoptik Match Pro ED findest du das passende Fernglas für Jagd, Naturbeobachtung, Wassersport oder die Stadiontribüne, inklusive technischer Spezifikationen und tagesaktueller Preise.

Bushnell

50 Modelle 32 bis 1.026 €

Modelle je Optik-Klasse

  • 12 Basis
  • 25 Einstieg
  • 13 Mittel
  • 0 Ober
  • 0 Referenz

Das Unternehmen

Bushnell ist ein US-amerikanischer Hersteller von Jagd- und Sportoptik, 1948 von David P. Bushnell in Kalifornien gegründet und heute in Overland Park im US-Bundesstaat Kansas beheimatet. Neben Ferngläsern deckt das Sortiment Zielfernrohre, Spektive und Laser-Entfernungsmesser ab. Das zeigt sich auch bei den Ferngläsern selbst: Kaum ein anderer Hersteller im Vergleich führt so viele parallele Serien, von der Wettkampfoptik Match Pro ED bis zur Stadionoptik Spectator Sport. Eigene Vergütungen und Materialien ziehen sich dabei als Baukasten durch fast alle Reihen, etwa die EXO-Barrier-Außenbeschichtung gegen Wasser und Öl, ED Prime Glass in den oberen Linien und die PC3-Phasenvergütung auf den Dachkantprismen. Wo europäische Hersteller oft eine Handvoll Linien pflegen, deckt Bushnell damit jede Preisklasse ab, von rund 30 bis über 700 Euro.

Stand der Angaben: 29. September 2026

Die Serien im Überblick

Serie Modelle Vergrößerung Objektiv Gewicht Preis Einsatz
Forge 2 8–10× 42 mm 862–873 g 932 € Bushnells bestes Bild für Jäger: ED Prime Glass, sehr lichtstark, bei jedem Wetter dicht
Match Pro ED 1 15× 56 mm 1474 g 1.026 € Fernglas für Präzisionsschützen: drehbares Absehen zum Ablesen der Entfernung
Engage EDX 4 8–12× 42 / 50 mm 714–828 g 361–427 € Das Engage mit ED-Glas für Ansitz und Dämmerung: saubere Farben, viel Licht
Engage DX 2 10–12× 42 / 50 mm 666–828 g 269–296 € Helles, kontrastreiches Jagdglas ohne ED-Aufpreis
Engage X 1 10× 42 mm 618 g 148 € Die leichte Engage-Version: wasserdicht und für lange Pirschgänge
Legend 4 8–12× 42 / 50 mm 567–840 g 139–240 € Preisbewusstes Jagdglas, bei dem Regentropfen einfach abperlen
A5 2 8–10× 42 mm 794–819 g 225–229 € Das lichtstärkste Glas der A-Series, für Reise und Dämmerung
A3 2 8–10× 32 mm 524–536 g 164–168 € Genug Öffnung für den Tag, leicht im Handgepäck: das mittlere Glas der A-Series in frischen Farben
A1 2 8–10× 25 mm 380–400 g 139–143 € Besonders kompakter Rucksackbegleiter der A-Series
Marine 2 7× 50 mm 1021–1049 g 189–249 € Fürs Deck: Marineglas mit Strichraster, das beim Überbordgehen schwimmt
H2O 2 5 8–12× 25 / 42 mm 292–643 g 57–110 € Das Glas für Angeltrip und Kanutour: wasserdicht und rutschfest
H2O 2 Porro 4 7–12× 42 / 50 mm 870–1063 g 110–128 € Wasserdicht mit klassischer Porro-Tiefenwirkung für Boot und Küste
H2O 1 12× 42 mm 765 g 182 € Wasserdichtes Porro mit griffiger Gummiarmierung
Spectator Sport 4 8–12× 32 / 40 / 50 mm 430–887 g 94–130 € Fürs Stadion: PermaFocus ohne Fokusrad, sofort scharf
Legacy 1 10× 50 mm 865 g 166 € Wasserdichtes Einsteiger-Porro mit ungewöhnlich weitem Bild
Powerview 2 8 8–20× 21 / 25 / 32 / 42 / 50 mm 205–805 g 40–149 € Einstiegsglas in vielen Bauformen, trocken zu nutzen
Powerview 5 8–16× 21 / 25 / 32 / 42 mm 195–685 g 32–99 € Preiswertes Einsteigerglas für trockene Tage

Forge

Spitzenmodell für Jäger, die sich auf jedes Detail verlassen müssen. ED Prime Glass und dielektrisch verspiegelte Prismen holen selbst bei schwindendem Licht noch Farbe aus dem Bild und kommen auf 92 Prozent Lichttransmission. Die EXO-Barrier-Beschichtung lässt Regen und Fingerabdrücke von den Außenlinsen abperlen, und das Magnesiumgehäuse mit IPX7-Dichtung macht das Glas alltagstauglich für jedes Wetter. Wer bei Bushnell das beste Bild will, nimmt die Forge, wer dieselbe Optik mit drehbarem Absehen für den Schießstand sucht, die Match Pro ED.

3,3 / 5,0 Mittelklasse

Match Pro ED

Ein Präzisionsfernglas für den Schießstand, aufgebaut auf derselben Optik wie die Forge 15x56. Das Shot-Call-MRAD-Absehen dreht sich beim Einstellen des Augenabstands mit, sodass die Striche immer waagerecht bleiben. Die Abbe-König-Prismen kommen ohne Spiegelbeschichtung aus und lassen dadurch besonders viel Licht durch, ein mitgelieferter Stabilisator fixiert den einmal eingestellten Augenabstand wie einen Nullpunkt. Wer beim Fernglas selbst die Entfernung ablesen will, greift zur Match Pro ED, wer die Zusatzfunktion nicht braucht, zur einfachen Forge.

3,3 / 5,0 Mittelklasse

Engage EDX

Dieses Engage-Modell ist für den Ansitz in der Dämmerung gemacht, wenn Farben als Erstes verschwinden. ED Prime Glass nimmt Farbsäume an harten Kanten weg, und dielektrisch verspiegelte Prismen holen zusammen mit der EXO-Barrier-Beschichtung ein helles, sauberes Bild auch bei Regen und Dämmerung. Vier Größen von 8x42 bis 12x50 stehen zur Wahl, alle im leichten Magnesiumgehäuse. Wer die Farbreinheit will, zahlt hier den Aufpreis gegenüber der einfachen Engage DX, wer sie nicht braucht, spart dort.

3,3 / 5,0 Mittelklasse

Engage DX

Die Ausgabe der Engage-Reihe ohne das ED-Glas der EDX, bei gleicher Verarbeitung. Dielektrisch verspiegelte Prismen und die PC3-Phasenvergütung sorgen weiterhin für ein helles, kontrastreiches Bild, und die EXO-Barrier-Beschichtung hält Regen und Staub von den Außenlinsen fern. An harten Kanten im Gegenlicht bleibt allerdings der Farbsaum stehen, den die EDX mit ihrem ED-Glas wegnimmt. Wer damit leben kann, spart gegenüber der EDX ein gutes Stück, wer die letzte Farbreinheit will, greift dort zu.

2,8 / 5,0 Mittelklasse

Engage X

Die abgespeckte Ausgabe der Engage-Reihe, rund ein Viertel leichter als die DX und von Bushnell inzwischen nicht mehr geführt. Statt dielektrisch verspiegelter Prismen sitzt hier eine einfache Aluminiumbeschichtung, die EXO-Barrier-Beschichtung und die IPX7-Dichtung bleiben aber erhalten. Das geringere Gewicht macht sich bei langen Pirschgängen bemerkbar, an Kontrast und Lichtausbeute reicht das Glas an die DX nicht heran. Wer noch ein Exemplar findet, bekommt ein leichtes Einstiegsglas zum kleinen Preis, wer Nachschub braucht, wechselt zur Engage DX.

1,9 / 5,0 Einstiegsklasse

Legend

Ein preisbewusstes Jagdglas, mit der hydrophoben RainGuard-HD-Vergütung statt der neueren EXO-Barrier-Beschichtung teurerer Bushnell-Linien. Regentropfen perlen trotzdem von den Außenlinsen ab, und die PC3-Phasenvergütung hält auf den aluminiumverspiegelten Prismen Kontrast und Auflösung hoch. An die Lichtausbeute der dielektrisch verspiegelten Forge- und Engage-EDX-Modelle kommt sie damit aber nicht heran. Wer ein solides Jagdglas zum überschaubaren Preis sucht, findet es hier, wer zusätzlich Öl- und Fingerabdruckschutz sowie mehr Lichtausbeute will, zahlt bei der Engage DX drauf.

1,4 / 5,0 Einstiegsklasse

A5

Mit 42 Millimetern das größte Glas der neuen A-Series, für alle, die auch in der Dämmerung noch etwas sehen wollen. Die 42-Millimeter-Objektive sammeln deutlich mehr Licht als die kleineren Geschwister, und dielektrisch verspiegelte, phasenvergütete Prismen holen daraus ein farbtreues, kontrastreiches Bild. Statt des sonst üblichen Schwarz trägt die ganze Serie eine wellenförmige, von Dünen und Wasser inspirierte Gummiarmierung, das A5 wahlweise in Cilantro Green oder Onyx Black. Mit rund 800 Gramm ist es das schwerste Modell der Serie und wandert eher in den Rucksack als in die Jackentasche. Wer das beste Bild der A-Series will, nimmt die A5, wer es kompakter mag, die A3.

2,8 / 5,0 Mittelklasse

A3

Der Mittelweg der A-Series, kompakt genug fürs Handgepäck und trotzdem mit ordentlicher Öffnung. Die 32-Millimeter-Objektive holen bei Tageslicht ein helles, detailreiches Bild, ohne das Gewicht der A5 mitzubringen. Die wellenförmige Gummiarmierung der Serie gibt es hier in drei Farben, von Folkstone Grey über Laurel Green bis Sky Captain Blue, als 10x32 zusätzlich in der auffälligen Sunset-Orange-Sonderedition. Fürs letzte Licht am Abend fehlt gegenüber den größeren Objektiven der A5 spürbar Lichtausbeute. Wer Größe und Öffnung gegeneinander abwägt, findet hier den Kompromiss, wer für die Dämmerung optimiert, greift zur A5.

1,7 / 5,0 Einstiegsklasse

A1

Kleinstes Glas der A-Series, gedacht für den Rucksack, der ohnehin schon voll ist. Fünfundzwanzig-Millimeter-Objektive und ein Gewicht um 400 Gramm machen es zum Begleiter, der kaum auffällt, die EXO-Barrier-Beschichtung und IPX7-Dichtung bleiben trotzdem an Bord. Auffallen darf dafür das Äußere: Die Gummiarmierung gibt es beim A1 in vier Farben, von Cilantro Green über Trench Tan bis Plum Purple, das größte Farbangebot der ganzen Serie. Bei wenig Licht sammeln die kleinen Linsen entsprechend wenig, für die Dämmerung ist früh Schluss. Wer ein Fernglas für unterwegs sucht, das man erst bemerkt, wenn man es braucht, findet es hier, wer mehr Öffnung will, greift zur A3.

1,7 / 5,0 Einstiegsklasse

Marine

Ein Fernglas fürs Deck, gebaut für nasse Hände statt für filigranes Fokussieren. Statt eines Mitteltriebs wird jedes Okular einzeln auf die eigene Sehstärke eingestellt, danach bleibt das Bild auf See durchgehend scharf, ohne dass während der Fahrt nachgestellt werden muss. Ein beleuchtetes Strichraster im Sehfeld erlaubt grobe Entfernungsschätzungen, und dank luftdichter Kammer schwimmt das Glas, sollte es über Bord gehen. Wer zusätzlich einen Kompass im Sehfeld braucht, nimmt die Ausführung mit Kompass, sonst reicht das einfache Marine 7x50.

2,8 / 5,0 Mittelklasse

H2O 2

Ein Glas für den Angeltrip oder die Kanutour, bei dem irgendwann garantiert Wasser draufkommt. Bis zu einem Meter Tauchtiefe und dreißig Minuten hält das Gehäuse dicht, die griffige Gummiarmierung mit Anti-Rutsch-Struktur sitzt auch mit nassen oder kalten Händen sicher. Fünf Größen von 8x25 bis 10x42 stehen zur Wahl, alle mit einfacher Aluminiumbeschichtung auf den Prismen statt Dielektrikschicht. Wer ein robustes Glas fürs Wasser sucht und auf die letzte Bildhelligkeit verzichten kann, ist hier richtig, wer die klassische Porro-Bauweise bevorzugt, greift zur H2O 2 Porro.

1,1 / 5,0 Einstiegsklasse

H2O 2 Porro

Die Porro-Variante der H2O-2-Reihe, mit demselben Wasserschutz, aber traditionellem Prismendesign. Weil die Porro-Prismen das Licht im Zickzack über die volle Gehäusebreite führen, liegen die Objektive weiter auseinander als die Augen, und genau dieser größere Abstand lässt das Bild plastischer wirken als bei den Roof-Modellen der Reihe. Mit dem 7x50 steht hier zusätzlich ein lichtstarkes Modell für die Dämmerung auf See zur Wahl, das die Roof-Ausführung nicht kennt. Wer die klassische Bauform und mehr Tiefenwirkung will, nimmt die H2O 2 Porro, wer ein kompakteres Glas sucht, die H2O 2.

2,2 / 5,0 Einstiegsklasse

H2O

Die Porro-Ausgabe vor der H2O 2 Porro, von der nur noch das 12x42 lieferbar ist. Wasserschutz und Gummiarmierung entsprechen dem Nachfolger, das Gehäuse ist aber schwerer und die Beschichtung auf den Prismen einfacher gehalten. Neue Größen bringt Bushnell in dieser Reihe nicht mehr, Auswahl gibt es nur noch in der H2O 2 Porro. Wer zufällig genau die 12x42-Konfiguration sucht, bekommt sie hier, sonst führt der Weg zur H2O 2 Porro.

1,9 / 5,0 Einstiegsklasse

Spectator Sport

Ein Glas für die Tribüne, bei dem niemand am Fokusrad drehen muss. Das PermaFocus-System ist fest auf einen mittleren Bereich eingestellt, sodass das Spielfeld dauerhaft scharf bleibt und kein Nachfokussieren nötig wird. Austauschbare Farbkacheln in Rot, Weiß und Blau passen das Gehäuse an die Vereinsfarben an, wasserdicht ist die Reihe dafür nicht. Wer ein Glas fürs Stadion sucht, das sofort einsatzbereit ist, findet es hier, wer es auch im Regen nutzen will, greift zur H2O 2.

1,4 / 5,0 Einstiegsklasse

Legacy

Ein klassisches Porro-Fernglas im Einstiegssegment, das Bushnell nicht mehr führt und nur noch aus Restbeständen gibt. Die Porro-Bauweise liefert die typische plastische Tiefenwirkung, weil die Objektive weiter auseinanderliegen als die Augen, und mit 65 Grad scheinbarem Sehwinkel öffnet sich dazu ein ungewöhnlich weites Bild. Wasserdicht und stickstoffgefüllt ist es trotz des günstigen Preises, an die Bildhelligkeit der aktuellen Reihen kommt es aber nicht heran. Wer ein Exemplar findet, bekommt ein solides alltagstaugliches Glas, wer Nachschub und Garantie will, wechselt zur Spectator Sport oder zur H2O 2 Porro.

2,2 / 5,0 Einstiegsklasse

Powerview 2

Ein Einstiegsglas für den Nachttisch, das Kinder genauso in die Hand nehmen dürfen wie Gäste. Von der 8x21-Kompaktausgabe bis zum 20x50-Porro deckt die Reihe acht Größen ab, mehrfachvergütete Optik und ein Aluminiumgehäuse sind bei jeder dabei. Wasserdicht ist keines der Modelle, für den Gartenzaun oder die Wanderung reicht das aber meist aus. Wer die größte Auswahl zum kleinen Preis sucht, findet sie hier, wer dieselbe Preisklasse mit weniger Größen sucht, in der älteren Powerview.

0,7 / 5,0 Basisklasse

Powerview

Die Ausgabe vor der Powerview 2, mit weniger Größen und schlichterer Formensprache. Optisch unterscheidet sich wenig vom Nachfolger, mehrfachvergütete Linsen sind auch hier Standard. Wasserdicht ist auch diese Reihe nicht, und bei 42 Millimetern ist Schluss, während die Powerview 2 bis zum 20x50 geht. Wer eines der fünf Modelle günstig findet, macht nichts falsch, wer die volle Auswahl will, greift zur Powerview 2.

0,1 / 5,0 Basisklasse
Christian

Über den Autor

Christian

Moin, ich bin Christian — leidenschaftlicher Vogelbeobachter aus Norddeutschland und fasziniert von präziser Fernoptik. Auf Sichtvergleich.de verknüpfe ich mein Optik-Wissen mit meiner Freude an nutzerzentrierter Webentwicklung. Mich hat es immer gestört, Ferngläser online nur anhand von nackten Zahlen vergleichen zu können. Deshalb baue ich hier die Werkzeuge, die ich mir selbst bei der Auswahl immer gewünscht hätte.